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| Stuttgart 21 - Keine Chance für die
Stadtplanung Stuttgart 21 soll die Chance für eine zukunftsfähige Stadtplanung sein. Mehr Wohnungen für alle und mehr Parkfläche. Das ist aber nicht der Fall. Die Flächen von Stuttgart 21 wurden 2001 zu einem hohen Preis gekauft. Alleine beim Teilgebiet A2 liegt der qm-Preis für die Grundstücke bei über 2.000 EUR. Und das ohne Erschliessung. Mit dieser finanziellen Vorbelastung lässt sich kein Wohnungsbau für den normalen Bürger machen, wenn man denn wie bisher die Kosten für Grundstück und Erschliessung wieder bekommen will. Die Grundstücke können frühestens 2020 erschlossen und dann bebaut werden. D.h. vor 2023 gibt es hier keine Häuser .Alle Studien zum demographischen Wandel und zur Entwicklung der Bevölkerung in Stuttgart sagen voraus, dass ab 2015, spätestens jedoch ab 2020 der Bedarf an Wohnungen zurückgehen wird. Sowohl die Pestel-Studie der Region von 2005, als auch die neuesten Prognosen des Statistischen Landesamtes sagen dies. Stuttgart 21 und die Flächen für Wohnungen kommt also zu spät. Die neuen Wohungen fallen genau in den Abschwung der Nachfrage. Wer will dann noch 3.000 Wohnungen haben. Die Flächen werden jetzt gebraucht. Mit Kopfbahnhof 21 kann man einen großen Teil der Flächen schon jetzt entwickeln. Die Teilflächen C1 und C2 können bei K21 ab heute beplant und bebaut werden. Mitten in der Nachfrage. Bedarfsgerecht. Der Unterschied der Flächensumme zwischen K21 und S21 beträgt 30 ha. Mehr nicht. Dafür muss Stuttgart den Preis eines Tiefbahnhofs zahlen. Und für die gesamten Flächen A-D hat Stuttgart der Bahn 2001 rund 460 Mio. EUR bezahlt. Ohne Gegenleistung bisher. Bei K21 kann die Stadt die Flächen A2 und A3 an die Bahn zurückgeben und erhält mindestens rund 240 Mio. EUR zurück. Bei K21 kann der Schlossgarten um die Teilfläche B erweitert werden. Das heißt 30 ha mehr Grünflächen in der Stadt. Bei K21 können die Flächen ab heute beplant und gebaut werden. Folien Vortrag ArchitektInnen für K21 |
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Mit mehr Planungskultur zu einer ![]() zukünftigen Stadtplanung Gute, zukunftsfähige Stadtplanung braucht eine verlässliche Planungskultur. Diese besteht aber nicht darin, dass jeder Investor bauen kann was immer er wünscht und sich darauf verlassen kann, dass ihm der Oberbürgermeister seine Wünsche ermöglicht. Aneinandergereihte Häuser sind noch keine Stadt. Und der Rest-Raum zwischen diesen Häusern ist noch kein qualitätvoller öffentlicher Raum, auch wenn ein paar Bäume und Design-Leuchten darin herumstehen. Jedes Gebäude grenzt an den öffentlichen Raum und schließt an diesen an. Diese Grenze und die Anschlüsse sind wichtig und ergeben sich nicht einfach. Technisch gesehen kann man den öffentlichen Raum auch die Erschliessung eines Gebiets nennen. Diese Erschließung, will man sie denn qualitativ gut machen, kostet auch etwas. Ein ordentlicher Straßenquerschnitt mit guten Einbauten, gestaltete Parkflächen, neue Schulen und Kitas oder Spielplätze kosten Geld. Sie bilden aber dann aber auch das Gerüst in das sich die Gebäude einfügen können und dass den zukünftigen Stadtraum bildet. Je besser dieser Stadtraum ist, desto stabiler ist er gegenüber schlechten Bausteinen. Zu einer Planungskultur gehört auch eine Bürgerbeteiligung, die offen ist für Vorschläge und verlässlich in der Umsetzung der sich daraus ergebenden Ziele. Seit 2009 verändert sich die Planungskultur in unserer Stadt. Der öffentliche Raum ist nicht mehr nur Restraum. Investoren beteiligen sich, auch zu ihrem eigenen Nutzen an der Gestaltung des öffentlichen Raums vor ihrer neuen Haustür. Der öffentliche Raum ist uns was wert, weil er die Stadt bestimmt, für jeden von uns. Im NeckarPark werden wir deshalb dem Vorschlag des Oberbürgermeisters und des Kämmerers nicht folgen. Die beiden Vertreter der alten Planungsunkultur wollen hier sparen, am öffentlichen Raum, an der Infrastruktur, an der Gestaltung und schlussendlich wollen sie die Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligung einsparen. Es soll mehr Geld reinkommen. Dafür gibt es weniger Stadt und mehr Klötze. Ein Musterfall für Stuttgart 21? Erst mit einer großen bunten Veranstaltung den Bürgern Stadt zu versprechen und dann am Ende mit der Stadtplanung abzurechnen und die Stadtgestaltung einsparen. Nicht mit uns Grüne. Wir denken Stadtplanung weiter. |
| Bürgerbeteiligung
in Stuttgart? Die Beteiligung der Bürger an der Gestaltung ihrer Stadt wird schon immer von uns Grünen begrüßt und eingefordert. Nur wenn jetzt die Verwaltung eine neue Bürgerbeteiligung für das sogenannte Rosensteinviertel ausruft, dann glauben wir nicht so recht an eine verlässliche Bürgerbeteiligung. Man kann darüber hinwegsehen, wie schnell die bestehende Planung für das Rosensteinviertel über den Haufen geworfen wurde, oder über das Vorgehen und die Struktur. Auch über den Zeitpunkt, eine Bürgerbeteiligung zu einem Projekt zu machen was erst in frühestens 10 Jahren umgesetzt werden kann. Aber die Verlässlichkeit der Verwaltung und des Oberbürgermeisters bei Bürgerbeteiligungen stellen wir in Frage. Das aktuelle Beispiel NeckarPark zeigt unser Misstrauen sehr deutlich. Hier wurde all das gefordert und dann geplant, was man jetzt beim Rosensteinviertel auch einfordert. Ökologisch, neue Wohnformen, Familien, Kinder, Parks, Grünflächen, neue Verkehrskonzepte etc. Es wurden dafür beim NeckarPark Workshops und Kolloquien abgehalten. Und die Ergebnisse wurden auch in die Planung eingebracht. Jetzt stellt sich aber der Erste Bürgermeister Föll hin und sagt, das ist alles zu teuer. Wir müssen umplanen. Wir müssen mehr Geld mit dieser Stadtplanung einnehmen. Der Oberbürgermeister schweigt dazu. Dazu muss man wissen, dass die Grundstücke beim Neckarpark von der Stadt zu einem hohen Preis gekauft wurden, weil der Oberbürgermeister hier 2012 Olympia in Stuttgart bauen wollte. Die Stadt hat rund 40 Mio. EUR für 22 ha gezahlt. Jetzt hängen diese Olympiakosten immer noch an den Grundstücken. Wenn man sich jetzt aber anschaut, dass bei den Grundstücken des neuen Rosensteinviertels die Stadt für 80 ha rund 446 Mio. EUR gezahlt hat, dann kommt man schon ins Nachdenken, was die Stadt und der Oberbürgermeister den Bürgern dann erst sagen. Wer bei Bürgerbeteiligungen und Stadtentwicklung verlässlich sein will, muss das bei allen Projekten sein. Ob NeckarPark oder Olgäle oder jetzt beim Rosensteinviertel. |